AVR.DD, MAV MVG.EKD, Schichtarbeit Kreuznacher Diakonie
Wir halten bei uns im Altenheim einmal am Monatsende einen Gedenkgottesdienst für Verstorbene.
Nun ist es so das man seit einiger Zeit das Gefühl hat, zumindest geht es einigen Kolleginnen und Kollegen so, das erwartet wird, nach dem Dienst, an diesen Tagen freiwillig und ohne Bezahlung oder Überstunden Gutschrift bei diesem Gottesdienst zu helfen. Es wird dann 1 Woche vorher jeder gefragt wer Frühdienst an dem Tag hat und von denen wird dann ganz selbstverständlich erwartet nach Ihrem Dienst bis zum Ende zu bleiben. Ein Kollege, 57, war das letzte Mal (mehr oder weniger freiwillig) nach dem Frühdienst von 6 Uhr bis 20 Uhr 30 anwesend und musste am nächsten Tag dennoch um 6 Uhr zum Frühdienst kommen.
Aber auch die Kolleginnen. die im Urlaub oder im frei sind, werden unter Druck gesetzt zu helfen.
Ich bin noch in der Probezeit und möchte mich ehrlich gesagt nicht zum Ziel von Problemenmachen.

Antwort:
Arbeitszeit ist, was "fremdnützig" ist - also im Wesentlichen der Arbeitgeberin nützt. Und was sie anordnet.Gottesdienstbesuche sind nicht nützlich. Wer - auf Weisung der Arbeitgeberin - in ihrer / seiner mitbestimmt festgelegten Schicht einen Gottesdienst besucht, leistet Arbeit. Der Besuch von Gottesdiensten gehört allerdings - auch in der Kreuznacher Diakonie - nicht zur vertraglich vereinbarten oder übertragenen Tätigkeit. Ausnahme: Die Begleitung von Bewohner:innen in Euerer Arbeitszeit und deren Freizeit zur religiösen Verrichtung.